Tag 0: Stürmischer Start

Der Lagerplatz ist bereit, die Zelte stehen und die Kulisse ist gebaut. Nach einem recht fixen Aufbautag sieht alles danach aus, die Kinder könnten kommen. Pustekuchen, und zwar ein heftiges Pusten. Gegen 18:30 näherte sich eine Gewitterfront mit hoher Geschwindigkeit.

Innerhalb von Minuten schüttete es wie aus Kübeln. Wir Leiter brachten Gepäck in Sicherheit, schlossen die Zelte und ahnten nicht, was da noch alles auf uns zukommen würde. Auf einen Schlag hagelte es los. Die Küchenplane musste von mehreren Leuten gehalten werden, die Sicht wurde immer schlechter und uns pfiff der Wind um die Ohren. Quer über den Lagerplatz hat sich ein Wasserstrom seinen Weg gebahnt. Das Wetter tobte und wir waren mittendrin.

Nach zehn Minuten war der ärgste Spuk vorbei und die Folgen wurden sichtbar. Acht von unseren Schlafzelten, mitsamt dem sich darin befindenden Gepäck, sowie beide Gemeinschaftszelte wurden herausgerissen und vom Platz geweht. Der Boden hat sich in einen Sumpf verwandelt, Gatsch soweit das Auge reicht. Hagelkörner lagen in der Wiese und bildeten weiße Eishügel. Wir machten uns auf die Suche nach den Überresten der Zelte und den Gepäckstücken. Einige Zelte und Taschen konnten wir am Straßenrand einsammeln, ein paar lagen auf der Wiese verteilt und zwei Zelte mussten wir aus der Hecke eines Nachbarn ziehen. Erfreulicherweise eilten von allen Seiten hilfsbereite Menschen herbei und packten mit an.

Nachdem die Zelte einigermaßen zusammengerollt und zur Seite gebracht und das Gepäck ins trockene verfrachtet wurde, haben wir unser Abendessen gegessen. Die Nacht durften wir im Clubheim des FC Sulzberg verbringen, im Trockenen und im Warmen. Wir haben mit Freuden die warmen Duschen genutzt und die geknickte Stimmung weggesungen, Spiele gespielt oder einfach zusammengesessen. Dann hieß es: „Gute Nacht“ Das Mammut im Raum, wie es denn mit dem Lager weitergeht, sollte am nächsten Morgen adressiert werden.

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